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«Cécile Bühlmann, warum wollen Sie bei uns Wegzölle einführen?»

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Rudolf Zollinger stellt Prominenten aktuelle Fragen
Schweizer Familie, 19. Januar 2006

Warum sind Frauen bei Autopannen bald nicht mehr auf Männer angewiesen?
Dank speziellen Pannenkursen für Frauen.

Brauchts so was?
Klar. Frauen, die häufig Auto fahren, sollten sich bei einer Panne zu helfen wissen.

Wir Männer verlieren dadurch eine weitere Vormachtstellung. Bald können wir nicht mehr grossmütig sagen: Schätzli, lass nur, ich wechsle das kaputte Rad am Wagen...
... Halt, es ist etwas anderes, wenn mein Partner mir das zuliebe tut, obwohl ich es selber auch könnte.

Können Sie Autopannen beheben?
Nein, weil ich fast nie ein Auto benutze.

Sind Sie eine überzeugte Autogegnerin?
Nein. Aber jeder sollte sich überlegen, mit welchem Verkehrsmittel er am ökologischsten unterwegs ist. Würden sich alle daran halten, gäbs weniger Verkehrsprobleme.

Dafür viel mehr Arbeitslose.
Wie kommen Sie darauf?

Weil vom Auto allein in der Schweiz zehntausende von Arbeitsplätzen abhängen.
Das kann man auch vom öffentlichen Verkehr sagen. Fragen Sie mal Herrn Spuhler, meinen Nationalratskollegen und Besitzer von Stadler, die Eisenbahnwaggons herstellen. Das Unternehmen expandiert stark.

Was kann man gegen die Verkehrsflut tun?
Zum Beispiel die grossen Autos verteuern. Warum brauchen Leute zum Einkaufen einen Geländewagen? Diesen Unsinn könnte man mit einer Verteuerung bekämpfen.

Mit einem Wegzoll, dem Road Pricing?
Klar. Das entspricht doch der herrschenden Marktideologie: Ist ein Produkt rar, verteuert man es. Und bei uns ist der Platz rar.

Kommt der Wegzoll auch in der Schweiz auf?
Davon bin ich überzeugt. Die Norweger haben nach der Einführung offenbar 25 Prozent weniger Verkehr in der Stadt Oslo.

Apropos Norwegen: Warum haben dort die Kühe einen ganz tiefen, gesunden Schlaf?
Weil im Winter die Nächte sehr lang sind?

Nein, weil jede norwegische Kuh das Recht auf eine weiche Kunststoffmatratze hat.
Ist das ein Witz?

Nein, ein Gesetz. Glauben Sie, dieser Komfort genügt, oder sollte man auch Duvet, Kopfkissen und Wärmeflasche dazu geben?
Kühe sollten einfach artgerecht gehalten werden. Mehr Respekt bedeutet auch weniger Tierquälerei.

Ein Pitbull mit Maulkorb ist auch Tierquälerei.
Genau betrachtet ist das so.

Sind Sie für ein Verbot von Kampfhunden?
Da begibt man sich auf Glatteis. Aber es gibt tatsächlich nicht viele Gründe, die für die Anschaffung eines Kampfhundes sprechen.

Gegen welchen Schweizer Politiker wurde kürzlich eine Morddrohung ausgestossen?
Gegen Ernst Wohlwend, den Winterthurer SP-Stadtpräsidenten.

Erhielten Sie auch schon Drohungen?
Ja, vor allem in der Phase, als ich mich 1994 für die Antirassismus-Strafnorm einsetzte und mich in der TV-Politsendung «Arena» zu Ausländerfragen geäussert hatte.

Gab es auch Morddrohungen?
Leider ja.

Was unternehmen Sie dagegen?
Die happigsten Sachen meldete ich der Polizei. Die Urheber hat man aber nie ertappt. Die Drohungen kommen grösstenteils per Post. Am meisten fahren mir die mit einem Computer in perfektem Deutsch und eiskaltem Zynismus verfassten Briefe ein.

Auf der Strasse schauen Sie sich verstohlen nach etwaigen Verfolgern um?
Ja, manchmal ertappe ich mich dabei.

Werden Sie auf der Strasse angepöbelt?
Das kommt vor, vor allem nach politischen Diskussionen am Fernsehen.

Eine Gehetzte in der freien Schweiz?
So dramatisch ist es nicht, aber eine gewisse Vorsicht lasse ich schon walten.

Ist das politische Klima kälter geworden?
Ganz sicher, das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Auch der Ton wurde rüder.  
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