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03.10.03: Parlamentarische Initiative Triponez Pierre. Ausweitung der Erwerbsersatzansprüche...

POLITIK
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Zur Revision des Erwerbsersatzgesetzes

Ich spreche nicht im Namen der grünen Fraktion, sondern im Namen aller Frauen dieses Rates. (Unruhe) Da staunen Sie, nicht? Heute geschieht in diesem Haus etwas, was in der gut 30-jährigen Geschichte von uns Frauen in der Schweizer Politik erst zum zweiten Mal passiert: Alle Frauen dieses Parlamentes - ich habe es verifiziert, seien Sie beruhigt, meine Herren -, alle Frauen dieses Parlamentes, ohne eine einzige Ausnahme, stimmen einer Vorlage zu, unabhängig davon, ob sie in der SVP, CVP, FDP, bei den Liberalen, der SP oder den Grünen politisieren. Das gab es bisher erst ein Mal, wie ich von Judith Stamm erfahren habe, und zwar, als das neue Eherecht in die Schlussabstimmung kam. Damals hat unsere ehemalige Ratskollegin Elisabeth Blunschi an diesem Mikrofon sagen können, dass alle Frauen der Vorlage zustimmen. Das kann ich heute zum zweiten Mal tun, denn wir Frauen unterstützen ohne Ausnahme die Einführung des 14-wöchigen Mutterschaftsurlaubes, finanziert aus der Erwerbsersatzkasse, solidarisch getragen von allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, von solchen mit und solchen ohne Kindern, und von allen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, ob sie nun viele, wenige oder gar keine Frauen beschäftigen.

Unser Kolleginnen Jacqueline Fehr, Thérèse Meyer und Ursula Haller haben zusammen mit unseren Kollegen und - das ist in diesem Zusammenhang ja nicht ganz unwichtig - Gewerbeverbandsdirektor Pierre Triponez eine Vorlage ausgearbeitet, von der wir überzeugt sind, dass sie nach den gescheiterten Anläufen der Vergangenheit mehrheitsfähig ist.

Nicht wenige von uns haben natürlich von Träumen von einer besseren Ausgestaltung des Mutterschaftsurlaubs Abschied nehmen müssen. Aber jetzt gilt es, das heute Erreichte zu verteidigen und zu sichern. Deshalb unser Wunsch, dass ein breites Bündnis, bestehend aus den schweizerischen Frauenorganisationen, den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen und fast allen Parteien den Abstimmungskampf gegen das von der SVP angekündigte Referendum führen wird. Mit dieser ganzen Breite ist der Kampf zu gewinnen. Damit wird ein 53 Jahre altes Versprechen den Frauen gegenüber endlich eingelöst.

Ich danke im Namen aller meiner Kolleginnen den Männern hier im Saal und allen Frauen und Männern draussen in der Bevölkerung, die zu diesem guten Gelingen beitragen.  
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