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Erwerbsersatz bei Mutterschaft

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Warum wir am 26. September zur Mutterschaftsversicherung Ja sagen sollten
Rede von Cécile Bühlmann auf dem Bundesplatz am 21. August 2004

Liebe Frauen, Männer und Kinder

Schön dass ihr heute alle, über alle Generationen hinweg, nach Bern gekommen seid, um gemeinsam ein uraltes Anliegen zu unterstützen, nämlich das Anliegen, Frauen beim Kinderkriegen besser zu schützen. Mal hiess es Mutterschaftsversicherung, diesmal heisst es Erwerbsersatz bei Mutterschaft, aber immer ging es um das gleiche: eben Mütter finanziell zu unterstützen, dass sie nach der Geburt eines Kindes sich in der ersten Zeit diesem widmen könne, ohne materielle Sorgen haben zu müssen oder deswegen gar in Not zu geraten. Ist ja auch eines sozialen und wohlhabenden Staates unwürdig, sich das nicht zu leisten!

Dass der jetzige Vorschlag vorsieht, dass das Geld dazu aus der Erwerbersatzkasse kommt, ist eine gute Idee. Alle Erwerbstätigen, - Frauen und Männer - und alle ArbeitgeberInnen zahlen in diese Kasse ein. Bisher wurde daraus nur den Soldaten der Sold bezahlt, jetzt soll auch die gesellschaftlich mindestens so sinnvolle und wichtige Aufgabe des Kinderhabens damit finanziert. Wenigstens die ersten 14 Wochen zu 80%, immerhin! Das ist gut aber keineswegs luxuriös! Und da es Erwerbersatz ist, kommt es denen zu gut, die vor der Geburt Erwerb hatten und nicht allen Müttern, das ist so. Aber das was in der letzten Vorlage anders und wurde auch kritisiert. Es gibt Leute in diesem Land, die finden ein Haar in jeder Suppe, aber denen geht es eigentlich um etwas anderes: um das Frauenbild! Sie wollen gar nicht, Dass Frauen Mutterschaft und Erwerbstätigkeit verbinden können, weil sie die Vorstellung haben, dass Frauen sich entscheiden müssten für das eine oder das andere. Das sehe ich nicht so, die Frauen sollen fei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen und wenn sie sich für Kinder entscheiden, sollen sie deswegen nicht in Not geraten. Um diesen Entscheid geht es am 26. September.

Dieses Anliegen ist so alt ist, dass es bald ins Pensionsalter kommt, wenn wir nicht pressieren. Aber das zu verhindern, haben wir ja am 26. September Gelegenheit: durch ein deutliches Ja an der Urne und dadurch, dass wir unseren ganzen Bekanntenkreis überzeugen und an die Urne mitnehmen.

An der Breite der Koalition, die dahinter steht, sollte es ja nicht liegen. Es kommt nicht oft vor, dass Herr Triponez und ich an der gleichen Manifestation fürs Gleiche werben! Vom Gewerbeverband über den Schweiz. Bauernverband bis zu den Gewerkschaften, alle Parteien ausser der SVP, alle Frauenorganisationen und Jugendverbände, die Liste der unterstützenden Organisationen und Personen ist lang und eindrücklich. Deshalb muss es diesmal gelingen, denn die Vorlage ist ausgewogen, finanziell verkraftbar und wenn es die Gegner hundertmal behaupten: es ist keine neue staatliche Versicherung, es ist eine bestehende Einrichtung, die Erwerbsersatzkasse, alimentiert aus Beiträgen der Arbeitenden und der Arbeitgeber, diese Kasse soll einem zusätzlichen und sinnvollen Zweck dienen.

Ich hoffe, dass wir am Abend des 26. September in dieser breiten Koalition miteinander feiern können, dass die Schweiz als älteste Demokratie endlich dieses alte Verfassungsversprechen einlöst und sich endlich als kinder- und elternfreundliches Land beweist!  
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