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Laudatio für Gardi Hutter

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Verleihung des KleinKunstPreises 2005

Cara Gardi Hutter, è un grand’ onore e un grande piacere per me poter fare la laudatio per la clownessa più famosa nel mondo! Se qualcuno crede che ciò sia esagerato, è pregato di dare un’occhiata sul sito internet - www.gardihutter.com - e vedrà la lunga lista dei paesi in cui ha presentato le sue produzioni, ne sarà sorpreso!Tantissimi auguri: lei riceve oggi il premio della scena 2005, che stranamente in Svizzera tedesca si chiama KleinKunstPreis.

Dabei ist es alles andere als klein, das Kunstwerk von Gardi Hutter. Es ist aussergewöhnlich, es ist herausragend und der heutige Preis reiht sich ein in eine eindrückliche Liste anderer Anerkennungen ein, die Gardi Hutter im Laufe ihres langen Schaffens erhalten hat. Was ist das herausragende an ihrem Werk? Sie haben es geschafft, als einziger weiblicher Clown seit über 20 Jahren mit einem Soloprogramm auf der Bühne zu stehen und die Menschen in ihren Bann zu ziehen. Das haben bisher nur Männer fertig gebracht, wie Buster Keaton, Grock, Charles Chaplin oder Dimitri. Sie sind in dieser Domäne bis heute die einzige Frau, die sich durchgesetzt und zu einem Begriff geworden sind, zu einem Namen der jeder und jede kennt.

Einzigartig ist auch der Name Clownerin, mit dem Sie sich selbst bezeichnen, auf jeden Fall auf Deutsch. Gibt man ihn in die google-Maschine ein, erscheint unter Clownerin 164 mal Gardi Hutter - und sonst niemand!

Quand on interroge la machine de recherche en français ont trouve sous « Gardi Hutter clownesse » - plus de 500 informations. Mais presque toutes ses informations se réfèrent aux différentes peintures de Toulouse-Lautrec. Toulouse –Lautrec été évidemment attiré par le sujet de la clownesse, mais c’était longtemps avant la naissance de Gardi Hutter et les clownesses de Toulouse-Lautrec ressemblent plutôt aux Harlekins - des personnages jolies et plaisantes.

Was sagt dieser Abstecher in die google–Maschine ? Gardi Hutter ist nur als Clownerin, also auf auf Deutsch konkurrenzlos, in Französich teilt sie die Ehre des Erwähntwerdens mit anderen weniger bekannten Clowninnen, zum grössten Teil mit den toulous-lautrecschen auf der Leinwand, also mit musealen, hübschen, toten Geschöpfen.

Und damit hat nun Gardi Hutter gar nichts zu tun: sie strotzt vor Leben und Energie und aussergewöhnlich an ihr ist zudem die Konsequenz und der Mut, mit der Gardi Hutter mit ihrer Kunstfigur, der Wäscherin oder der Souffleuse Hanna, so völlig quer gegen das gängige weibliche Schönheitsideal antritt. Sie tut das konsequent ausgestattet mit dem wohl klassischsten Requisit der Clownkunst, der roten Nase, sie tut es mit ihrer zerzausten Frisur und ihrem ausgestopften Körper und bürstet damit gegen sämtliche Striche idealer Schönheitsvorstellungen, an denen so viele Frauen fast verzweifeln.

Mais aussi le contenu de ses histoires se réfèrent a la vie, aux rêves, aux visions et aux préoccupations de beaucoup de femmes. Jeanne, la lavandière saugrenue et un peu détraquée, ne termine jamais de rêver de grandes actions héroïques, et faute d’ennemis dignes d’elle, Jeanne transforme sa buanderie en champ de bataille grotesque. Elle se moque des femmes sans les abaisser. La souffleuse qui vit pour la scène, pour l’honneur des personnes sur la scène, démontre une qualité typiquement féminine : la modestie. Quand on oublie de l’avertir que le théâtre deménage, on voit l’autre coté de la médaille de cette modestie typiquement féminin : on l’ oublie simplement!

Cara Gardi Hutter, io seguo la sua carriera con grande interesse da quando l’ho vista la prima volta in una trasmissione televisiva : la sua "lavandaia Giovanna" lavava i panni sporchi sul palcoscenico del Parlamento federale durante la sessione speciale delle donne, e io non mi aspettavo ancora di trovarmi un giorno io stessa seduta su quei banchi; ormai lo sono da 13 anni e ho visto tanti spettacoli li dentro. Il suo era una dei più divertenti e più approfonditi.

Und als ich gefragt wurde, Ihre Laudatio heute zu halten, habe ich gedacht: mutig, eine Politikerin als Laudatorin zu fragen, nachdem der Ruf der PolitikerInnen bei den Kulturschaffenden in der Nach-Hirschorn–Aera ja ziemlich ramponiert ist.

Dass Sie mutig und stark sind, beweist ihr ganzes Leben: erfolgreiche Künstlerin und gleichzeitig Mutter von Kindern zu sein, das braucht aussergewöhnlichen Power, Hartnäckigkeit, Energie und Ehrgeiz. Wenn Frauen davon so viel haben wie Sie, kommen sie damit nicht nur gut, denn das ist nicht das, was landläufig von Frauen erwartet wird. Aber nur so wurde das möglich, was wir heute feiern: eine Schweizer Clownerin von herausragendem Format, eine, die ihresgleichen sucht! Und dass Sie für die Figur der Hanna heute nicht in der Psychi landen, wie Sie selber befürchten, das vor 50 Jahren wahrscheinlich der Fall gewesen wäre, sondern als Preisträgerin des Schweizer Kleinkunstpreises des Jahres 2005 auf der Bühne der Gala der Kleinkunstbörse hier in Thun, beweist, dass sich die Erde doch bewegt, für Frauen zur Zeit ganz offensichtlich etwas schneller!

Auguri! Felicitations! Glückwünsche!

Luzern/Thun 20. April 2005  
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