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Wie werden wir erst noch mit Klimafüchtlingen umgehen?
Gastkolumne für das Bulletin Aktuell des Asylnetzes Luzern, Oktober 2008

In diesem Herbst jagen sich fast täglich die Nachrichten über Millionen von Menschen, die vor Naturgewalten flüchten müssen. Professor Walter Kälin sagte kürzlich an einer Veranstaltung zum Thema „Klimaflüchtlinge“, dass es ein Glück sei, dass die Millionen, die vor dem Hurrikan aus New Orleans Richtung Norden fliehen mussten, dabei nicht eine Staatsgrenze hätten überschreiten müssen. Es wäre unvorstellbar, was für heikle juristische und politische Probleme das gegeben hätte. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) sagt voraus, dass sich wegen dem Klimawandel die Wüsten im südlichen Afrika, im Mittelmeerraum und im Nahen Osten ausdehnen und dass es an andern Orten der Welt zuviel Wasser geben werde, in Zentralasien und in China, aber auch im hohen Norden. Folge davon sei, dass der Lebensraum von Millionen Menschen unbewohnbar werde, dass Ernten zu Grunde gingen und dass Kriege wegen knapper werdender Ressourcen zunehmen werden. Ein düsterer Blick in die Zukunft!

Umso düsterer wird er, wenn ich daran denke, wie abweisend wir heute mit den Flüchtlingen umgehen. Beim genauen Hinschauen wird auch klar, dass einige der Prognosen des IPPC bereits Wirklichkeit sind. Oder fliehen nicht bereits heute schon viele junge Menschen zum Beispiel aus Ländern südlich der Sahara, weil sie dort keine Lebensgrundlage mehr haben? Dabei riskieren sie auf halsbrecherischen Fahrten über das Meer ihr Leben und wenn sie es bis ins reiche Europa schaffen, werden ihre Asylgesuche reihenweise abgelehnt. Die heutige Asylgesetzgebung ist nicht nur gnadenlos restriktiv, sie ist auch hoffnungslos veraltet, weil sie auf die aktuellen Problemlagen der Menschen, die auf der Suche nach einem Ort zum Überleben sind, keine adäquate Perspektive bietet. Das wird die grosse Herausforderung der Flüchtlingspolitik von Morgen sein. Bin ich eine unverbesserliche Pessimistin, wenn mir angesichts des bereits laufenden Missbrauchsdiskurses angst und bange wird, was da noch auf uns zukommt?  
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